Der Tiny Forest ist offiziell eröffnet
Erstes Stadtwald-Biotop als Zeichen gemeinschaftlichen Engagements
Das erste Stadtwald-Biotop „Tiny Forests“ in Ingolstadt ist offiziell eingeweiht. Am 3. Juli übergab Bürgermeister Christian De Lapuente gemeinsam mit den MitmacherINnen im Rahmen der Nachhaltigkeitsagenda Ingolstadt die grüne Insel an der Gustav-Adolf-Straße ihrer Bestimmung.
Zu diesem Anlass waren auch Vertreter der vbw Stiftung Lebensgrundlagen Bayern nach Ingolstadt gekommen. Die Stiftung fördert das Projekt vollständig und wurde bei der Eröffnung durch ihren Leiter Felix Wegmann sowie Marc Hilgenfeld, den Geschäftsführer der vbw Bezirksgruppe München-Oberbayern, vertreten. Gemeinsam mit Bürgermeister De Lapuente würdigten sie die erfolgreiche Umsetzung des Projekts.
Der Tiny Forest steht beispielhaft für das erfolgreiche Zusammenspiel von Bürgerschaft, Ehrenamt, Bildungseinrichtungen und Stadtverwaltung. Bereits bei der Pflanzaktion im April engagierten sich zahlreiche Freiwillige für die Entstehung des Mini-Waldes – rund 160 Helferinnen und Helfer 900 pflanzten Setzlinge auf einer Fläche von 440 Quadratmetern. Darüber hinaus haben viele weitere Beteiligte in den vergangenen Monaten dazu beigetragen, den Standort zu einem naturnahen Lern- und Begegnungsort weiterzuentwickeln.
Bemerkenswert an diesem Projekt sind das Gemeinschaftsgefühl und die Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft, Verwaltung und Ehrenamt. Nicht nur an der Pflanzaktion, sondern auch am Gesamtprojekt. Es gibt eine lange Liste von Unterstützern.
Dazu gehört beispielsweise die Berufsschule 1 der Fachrichtung Zimmerei, die mit viel Engagement und Einsatz den Zaun, die Infotafeln und die Sitzgelegenheiten gebaut und aufgestellt hat. Die einzelnen Elemente wurden in der Werkstatt der Berufsschule gefertigt und anschließend innerhalb weniger Stunden vor Ort montiert.
Die Schülerinnen der Schulgarten-AG der Fronhofer-Realschule haben sich mit vielen kreativen Ideen in das Projekt eingebracht. Auf der Homepage der Fronhofer-Realschule gibt es beispielsweise eine eigene Rubrik zum Tiny Forest. Auch an den Infotafeln haben sie aktiv mitgewirkt und in zwei Workshops an den Inhalten gearbeitet. Sogar die einzelnen Tiere für das Schaubild haben sie selbst gezeichnet. Zudem haben die Schülerinnen und Schüler dem Mini-Wald einen eigenen Namen „Oase des Lebens“ gegeben und im Kunstunterricht ein eigenes Schild dafür gestaltet.
Der Verein Citizens Forest war von Anfang an dabei und hat vor allem bei der Pflanzenzusammensetzung seine Expertise eingebracht. Zum Gelingen des Projekts trugen zudem städtische Dienststellen bei. Besonders engagiert hat sich die Freiwillige Feuerwehr Haunwöhr, die mit ihrer Gießpatenschaft maßgeblich dazu beigetragen hat, dass sich die jungen Pflanzen in den ersten Wochen gut entwickeln konnten.
Mit der Eröffnung beginnt die nächste Phase des Projekts. In den kommenden Jahren wird sich zeigen, wie sich der Tiny Forest zu einem artenreichen Stadtwald-Biotop entwickelt. Bereits heute ist er ein sichtbares Beispiel dafür, wie gemeinschaftliches Engagement, Umweltbildung und nachhaltige Stadtentwicklung erfolgreich miteinander verbunden werden können.
Mit einer weiteren Baumpflanzung eröffnete Bürgermeister Christian De-Lapuente (3.v.r) gemeinsam mit Felix Wegmann und Marc Hilgenfeld von der vbw Stiftung Lebensgrundlagen Bayern sowie Vertreterinnen und Vertretern der MitmacherINnen im Rahmen der Nachhaltigkeitsagenda den Tiny Forest. Foto: Sabrina Wobker / Stadt Ingolstadt
