Die neuen Kreislaufschränke in Ingolstadt sind da

Tauschen statt kaufen. Man hat noch ein Gerät oder Kinderspielzeug im Haus, das funktioniert, will es aber natürlich nicht wegwerfen. Vor diesem Problem steht jeder mal. Ingolstädter/-innen haben mit den neuen Kreislaufschränke nun die Möglichkeit, ganz unkompliziert einen noch funktionierenden Alltagsgegenstand abzugeben. Und wem im Kreislaufschrank etwas Nützliches gefällt, kann das auch gleich kostenlos wieder mitnehmen. Die Kreislaufschränke sind für jede Person in Ingolstadt zugänglich. Da die Schränke an zentralen Orten in der Stadt platziert wurden, sind sie auch für jeden gut erreichbar: Ob zu Fuß, mit dem (Lasten-) Rad, mit dem Bus oder bei etwas schwereren Gegenständen auch mit dem Auto, der Weg zum nächsten Schrank ist oft nur wenige Meter von der eigenen Mülltonne entfernt und zudem sogar kostenlos.

Tauschen statt kaufen ist dabei das Motto.

An folgenden Standorten stehen die Kreislaufschränke ab sofort jedem öffentlich zur Verfügung:

  • Am Viktualienmarkt 1, Bude am Ingolstädter Viktualienmarkt (8.30 – 20.00 Uhr)
  • Hans-Denck-Str. 20, Parkplatz gegenüber der Martinskirche (rund um die Uhr)
  • Hugo-Wolf. Str. 20, Caritas Werkstatt (7.00 – 19.00 Uhr)
  • Christoph-von-Schmid-Str. 14, Pfarrei Sankt Lukas (rund um die Uhr)

600 kg Müll pro Kopf 2020 – „Second Hand“ als Lösungsansatz

Das Projekt des Nachhaltigkeitsnetzwerks IN-Zukunft und dem Weitergeberladen „Wechsel-Welten“ in Kooperation mit der Stabsstelle Nachhaltigkeit der Stadt Ingolstadt soll einen Beitrag gegen die weltweit zunehmende Problematik der Wegwerfgesellschaft leisten. 2020 wurden nach aktuellen Schätzungen über 600 kg (Quelle: destatis 2022) weggeschmissen. Die Bundesrepublik liegt damit weit über dem EU-Durchschnitt. Vieles davon noch in einwandfreiem Zustand. Das kann mehrere Gründe haben. Zum Beispiel weil es nicht mehr gebraucht wird, es etwas Neues und besseres auf dem Markt gibt oder weil man einfach nicht weiß wohin damit. Um diesem jährlich steigenden Müllaufkommen zu begegnen, existieren in Ingolstadt bereits zahlreiche Angebote wie die Bücherschränke, der Caritasmarkt oder die Tafel. Seit einiger Zeit sind auch sogenannte „Fairteiler“ in Ingolstadt vorhanden. Das sind Essensschränke von geretteten Lebensmitteln der Foodsharing-Initiative. Die Kreislaufschränke ergänzen nun dieses Angebot an mehreren Standorten in Ingolstadt.

So funktionieren die Kreislaufschränke

Ganz nach dem Vorbild des Vereins Kreislaufschränke München e.V. können an diesen Orten Bürger/-innen Dinge verschenken und tauschen. Jede Person kann kleine Alltagsgegenstände (das können Küchenutensilien, Kinderspielzeug, DVDs, Gläser oder Vasen sein) bis hin zu gut erhaltenen Kleidungsstücken im Schrank abgeben oder mitnehmen. Die Gegenstände sollten vor dem Hineinlegen gesäubert und auf ihren Zustand geprüft werden. Falls mal größere Gegenstände getauscht werden sollen, können diese dort über einen Aushang zum Tausch angeboten werden.

Gepflegt werden die Schränke von Ehrenamtlichen in Ingolstadt (sogenannte Paten). Da der Schrank nur eine begrenzte Kapazität hat, sollten größere Mengen entweder im Vorfeld mit den Paten (Kontakt: info@in-zukunft.net) abgestimmt werden oder direkt zu den bereits bestehenden Sammelstellen gebracht werden. Sperrmüll oder Lebensmittelreste müssen weiterhin an den bekannten Orten abgegeben werden (FairTeiler, Foodsharing, Caritas usw.). Genaue Infos zur Nutzung sind auch an den Kreislaufschränken zu finden.