Ingolstadt, Freitag den 24.04.2026

In nur einem Tag zum ersten Mini-Wald: Am Freitag wurde am Schulzentrum Südwest der erste Tiny Forest Ingolstadts gepflanzt.: Rund 160 Helferinnen und Helfer pflanzten am vergangenen Freitag insgesamt 900 Setzlinge auf einer Fläche von 440 Quadratmetern.

„Es ist großartig zu sehen, dass der erste Mini-Wald in Ingolstadt Realität geworden ist“, sagt Projektinitiatorin Charlène Hintersteiner.

Beteiligt waren zahlreiche engagierte Gruppen und Institutionen, darunter Schülerinnen und Schüler der Ludwig-Fronhofer-Realschule, der studentische Verein Enactus Ingolstadt e. V., Auszubildende der Stadt Ingolstadt und Initiativen wie die Omas for Future. Auch viele Bürgerinnen und Bürger aus der Nachbarschaft folgten einem öffentlichen Aufruf und unterstützten die Aktion. „Die Unterstützung war überwältigend und zeigt, wie viel gemeinschaftliches Engagement in unserer Stadt steckt“, betont Bianca Krauser, Leiterin der Stabsstelle Nachhaltigkeit. Ein besonderer Dank gilt zudem der Feuerwehr Haunwöhr, die die Aktion organisatorisch unterstützte und die Bewässerung der Fläche im Rahmen einer Übung übernahm.

Die Pflanzen wurden bereits am Vormittag geliefert und mussten zunächst vor der Sonne geschützt werden. Mithilfe einer Pflanzanleitung und einiger Profis wurden alle Freiwilligen instruiert, wie die Pflanzen genau in den Boden kommen. Um Chaos zu vermeiden, wurde die Fläche im Vorfeld in sechs Felder eingeteilt. Jedem Feld wurden dann 150 Pflanzen unterschiedlicher Sorten zugeordnet. Diese durften relativ frei auf dem jeweiligen Feld gepflanzt werden, wobei die größeren Pflanzenarten nach Außen verteilt wurden. In der Mitte wurde der frühere Trampelpfad freigelassen, sodass man den Mini-Wald später tatsächlich erleben und durch ihn hindurchgehen kann. Gegen 15 Uhr waren alle Setzlinge in der Erde, wurden gewässert und das Stroh wurde verteilt.

Wie geht es nun mit dem Projekt weiter? Der Tiny Forest soll künftig nicht nur zur ökologischen Aufwertung des Standorts beitragen, sondern auch als Lern- und Begegnungsort dienen. In den kommenden Wochen wird die Fläche weiterentwickelt: Geplant sind unter anderem Sitzgelegenheiten, Informationstafeln sowie ein kleiner Lehrpfad, der gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern gestaltet wird.

 

In den ersten drei Jahren benötigt der Mini-Wald Pflege und Zuwendung, damit er sich zu einem richtigen Stadtwald Biotop entwickeln kann. Dabei wird die ehrenamtliche Projektgruppe von der Garten-AG der Realschule unterstützt. Die Feuerwehr Haunwöhr übernimmt im Rahmen von Übungsmaßnahmen eine Gießpatenschaft und das städtische Gartenamt kümmert sich bei Bedarf um die Verkehrssicherheit und Auslichtungsmaßnahmen.

Das Projekt „Tiny Forest“ ist der erste Mini-Wald in Ingolstadt und wird zu 100 Prozent von der vbw Stiftung Lebensgrundlagen Bayern gefördert. Es zeigt beispielhaft, wie durch gemeinschaftliches Engagement und gezielte Förderung nachhaltige Stadtentwicklung vor Ort umgesetzt werden kann.

Mehrere Radfahrer/-innen auf dem Rathausplatz in Ingolstadt bei sommerlichem Wetter.

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